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Konzeption und Inszenierung für das KSW Kunstpicknick in der Max Klinger Villa anläßlich der Vernissage von Ben Willikens
An einem schönen letzten Mai-Sonntag füllt sich ein Juwel unter den Leipziger Immobilien nach langer Zeit wieder mit Leben. Die KSW GmbH hat in der ehemaligen Villa des Leipziger Bildhauers und Malers Max Klinger am 29.5.2011 zu einigen angenehmen Stunden geladen. In fast italenischem Ambiente genießt Prominenz aus Kultur und Wirtschaft bei Musik von Debussy und Moussorgski, dargeboten von der Ausnahmepianistin Juliana Steinbach, den sommerlichen Tag zwischen Vergangenheit und Zukunft der Villa bei guten Weinen und inspirierenden Gesprächen.
Mit der Konzeption, Planung und Durchführung des Events ist die trend.lab Werksgemeinschaft beauftragt. Das Konzept und die Inszenierung wird von re.naissance designstudio ausgearbeitet. Im Garten und in der Villa selbst, die zu diesem Zeitpunkt noch im Umbau ist, warten einige Überraschungen auf die Besucher: Ein weit hinten im Garten liegendes Panorama zeigt die Umgebung der Villa, wie sie in den Jahren 1850-1920 ausgesehen hat, Kinderlachen und Salongespräche dringen leise und kaum verständlich aus den nun leeren Räumen, Möbel aus der betreffenden Zeit stehen vereinzelt auf den rohen Böden, Gäste setzen sich auf ein Sofa aus dem Jahr 1880 und schmökern ein wenig in der Erstausgabe eines Buches aus vergangenen Zeiten.
Wer das Gelände ein wenig erkundet, wird am Ufer des kleinen Flusses auf weitere Entdeckungen stoßen. Dort zum Beispiel ist eine Glasplatte installiert, auf der ein Foto gedruckt ist: 3 Soldaten aus dem ersten Weltkrieg, vielleicht auf Urlaub, rudern dort auf dem Flüsschen. Beim Bild durch das Glas mischt sich für den Betrachter die Vergangenheit mit der Gegenwart des Ortes.
Ein im Garten installiertes 270˚-Panorama, zeigt auf historischen Fotos und Abbildungen, wie es um die Villa herum in den Jahren von 1850-1920 ausgesehen hat. In den Fenstern der Villa sind vereinzelt Bilder arrangiert, die genau die Perspektive zeigen, die man von diesen Fenstern aus in die Aussenwelt hat, nur das hier auf der Straße vor dem Gebäude keine Autos fahren, sondern Pferde eine der ersten, noch nicht elektrifizierten Straßenbahnen ziehen.
So wird durch die bewusste Beschränkung auf nicht elektronische Medien und in durch bereist vor hundert Jahren verfügbare Technologien und Materalien bei dieser Veranstaltung eine Atmosphäre geschaffen, die glaubwürdig und unaufgergt zugleich ist: Analog Augmented Reality. |
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Impressionen:
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